Der Verbund-Newsletter, Ausgabe 6: Universitätsklinikum Heidelberg übernimmt Krankenhaus Salem

30.04.2026 Heidelberg/Mannheim Verbund-Newsletter

Das Krankenhaus Salem in Heidelberg-Handschuhsheim ist seit vielen Jahren ein enger Kooperationspartner für das Universitätsklinikum Heidelberg. Nach intensiven Gesprächen und Verhandlungen im Rahmen eines Insolvenzverfahrens wurde nun die Übernahme der Klinik für Grund- und Regelversorgung durch das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) zum 1. Juli 2026 beschlossen. 

Für den Verbund steht dabei im Mittelpunkt, diesen traditionsreichen Medizinstandort langfristig für die Region zu erhalten, medizinisch und strukturell weiterzuentwickeln, Arbeitsplätze zu sichern und auf Basis eines angepassten Medizinkonzeptes langfristig wirtschaftlich tragfähig aufzustellen.

„Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten im Krankenhaus Salem hervorragende Grund- und Regelversorgung für die Heidelberger Bevölkerung. Es ist eine sehr gute Nachricht, dass wir diesem Medizin-Standort langfristig für die Zukunft ausrichten können. Wir freuen uns darauf, ab dem 1. Juli die neuen Kolleginnen und Kollegen in unserem großen Verbund-Team zu begrüßen“, sagt Professor Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender des Verbunds der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim.

Das Salem ist ein wichtiger Baustein in der abgestuften medizinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten in Heidelberg und der Region und wird damit auch den Verbund stärken. „Unsere Strategie ist klar: Wir werden die Zusammenarbeit mit Kliniken und niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in der Region weiter ausbauen und so gemeinsam auch zukünftig den Patientinnen und Patienten die optimale Behandlung anbieten“, sagt Knaebel.

Zugleich wird das Haus eine Änderung im medizinischen Angebot vollziehen: Die Gynäkologie und Geburtshilfe werden nicht weitergeführt, da die Leistungsfähigkeit der Gynäkologie am Standort Salem nicht ausreicht, um langfristig wirtschaftlich tragfähig zu sein. Für die Patientinnen der Gynäkologie und Geburtshilfe ist derzeit eine reguläre Versorgung bis Ende Juni geplant – bereits vereinbarte Termine können nach wie vor wahrgenommen werden. Mit den von der Schließung der Bereiche betroffenen Mitarbeitenden geht das UKHD in den Austausch zu beruflichen Perspektiven sowohl am UKHD als auch bei anderen Versorgern in der Region. Die gynäkologische und geburtshilfliche Versorgung der Patientinnen in der Region ist über den Verbund der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim und andere Versorger weiterhin vollumfänglich und auf höchstem medizinischem Niveau gewährleistet. 

Das Salem in Kürze:

Das Krankenhaus Salem in Heidelberg-Handschuhsheim gehört bislang zur Evang. Stadtmission Heidelberg gGmbH, ist ein wichtiger Kooperationsparter des UKHD und zugleich Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg. 

Das Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung hat rund 500 Mitarbeitende. Jährlich werden rund 20.000 Patientinnen und Patienten ambulant und stationär versorgt.